Nähen & Stricken

Fuchs-Sweatshirt

Das kalte Wetter draußen zieht mich zur Nähmaschine. Natürlich, um einen schönen, warmen Pulli zu nähen. Passend zum herbstlichen Wetter ist zuletzt einer aus kuscheligem Sweat mit Füchsen drauf entstanden, den ich euch heute im Rahmen des RUMS zeigen möchte. Genäht habe ich eine „Amy“ von Pattydoo in Größe 36. Der Pulli ist sehr bequem, aber mir ist der Schnitt insgesamt doch etwas zu weit. Normalerweise trage ich eher körpernah geschnittene Pullover.

Der Pulli ist recht schnell genäht, auch wenn er bei mir knapp eine Woche bis zu seiner Fertigstellung gelegen hat. Ich musste erst noch Bündchenstoff kaufen – davon hatte ich nämlich keinen da. Und ich bin wirklich froh über die Ärmelbündchen. Die schützen wirklich zuverlässig vor jedem kalten Windzug, der gerne in meine Ärmel wehen möchte. Auf jeden Fall warm genug für ein Shooting während eines kleinen Herbststpazierganges am Weidegatter. Danach habe ich dann aber ganz schnell wieder meine Jacke übergezogen. Es sieht auf den Bildern tatsächlich wärmer aus, als es in Wirklichkeit war (zweifelsfrei belegt durch meine gerötete Nase).

Da mir das Licht an diesem Tag so gut gefallen hat, hab ich dann spontan noch ein paar Landschaftaufnahmen gemacht. Das untere Bild ist mein Liebstes, zu beachten sind unbedingt die dekorativen Kühe in der Ferne.

Außer ein paar Spaziergängern mit ihren Hunden war trotz des hübschen Wetters nicht viel los.

Unsere kleine Fototour wurde trotzdem sehr aufmerksam von der Nachbarweide aus beobachtet. Diese beiden reizenden Damen sind dann auch gleich – neugierig wie sie sind – zum Zaun getrabt gekommen:

Insbesondere die Linke wäre am liebsten unter dem Stacheldrahtzaun hindurchgekrochen. Ich hab sie ein bisschen gestreichelt und wurde zum Dank ordentlich vollgesabbert. Wirklich hübsche Tiere, oder? Viele Grüße an dieser Stelle an 57883, wenn das Wetter nochmal schöner wird, kommen wir bestimmt wieder vorbei!

Schnitt: Amy von Pattydoo  (Gratis bei Anmeldung zum Newsletter)
Stoff: Baumwollsweat von Stoffe Hemmers
Fotos: Nummer 1 und 2 kommen vom Lieblingsmann, die restlichen von mir

Malen & Zeichnen

Inktober 2017 – Tage 1 bis 10

Die ersten zehn Tage des Oktobers sind vorbei und ich habe tatsächlich auch zehn kleine Zeichnungen vorzuweisen, die ich euch heute zeigen möchte. Am Ende gibt es dann auch noch ein kleines Zwischenfazit, wie ich mit dem Inktober aktuell so klarkomme.

Piratenschatz

Das erste Bild hatte ich euch ja schon im Startpost zum Inktober gezeigt, dort könnt ihr nachlesen wie es entstanden ist.

Hummerkarusell

Die Würfel zeigen einen Hummer und ein Karussellpferd? Klar – ein Hummerkarussell! Bisher habe ich leider noch nie einen Hummer als Reittier auf der Kirmes gesehen, aber das wäre doch mal wirklich was anderes! Weiterlesen …

Malen & Zeichnen

Inktober 2017

Heute ist – Überraschung – der 1. Oktober und somit Start der Aktion Inktober. 31 Zeichnungen in Tusche an 31 Tagen in Oktober – so kurz und knapp ist der Inktober erklärt.

Hört sich doch eigentlich ganz simpel an. Trotzdem rechne ich fest damit, dass es für mich ganz schön hart wird. Jeden Tag zeichnen, auch wenn ich müde von der Arbeit bin und der Kater mit mir kuscheln will? Womöglich habe ich auch gar keine guten Ideen? Es gibt eine offizielle Inktober-Themen Liste, die jeden Tag ein neues Stichwort zur Inspiration vorgibt. Alex empfiehlt in ihren 4 Tipps für einen erfolgreichen Inktober, sich bereits im Vorfeld auf den Inktober vorzubereiten. Also habe ich mich mit der Themenliste hingesetzt, um Ideen aufzuschreiben und kleine Skizzen anzufertigen. Der Funke ist nicht übergesprungen. Irgendwie hat die offizielle Liste meine Kreativität so gar nicht angeregt. Es ging schon los mit Tag 1, Stichwort „Swift“. Ich hab einige Zeit auf das schrecklich weiße Blatt gestarrt. Wie soll ich das einen ganzen Monat durchhalten, wenn ich gleich am ersten Tag schon genau 0 Ideen habe? Also doch besser gleich wieder aufgeben?

Nein, aufgeben ist keine Option. Darum habe ich mir ein anderes, für mich passenderes Konzept überlegt. Ich möchte ein bisschen mehr Input bekommen, mich dafür aber auch jeden Tag wieder neu überraschen lassen.

Inktober mit Story Cubes

Ich habe einige „Story Cubes“, Würfel mit verschiedenen Symbolen und Motiven, die eigentlich zum Erzählen einer Geschichte verwendet werden. Mein Plan für den Inktober ist es, jeden Tag zwei zufällige Würfel zu werfen und die Symbole als Inspiration für ein Bild zu nutzen.

Auch ansonsten halte ich es einfach: Ich benutze nur einen Stift (Tombow Brushpen) auf weißem Papier. Mit Brushpens habe ich bisher noch nicht besonders viel gezeichnet, meine Erfahrungen sind da sehr begrenzt. Ich erhoffe mir für den Inktober daher vor allem folgendes:

  • Endlich wieder mehr + regelmäßig zeichnen
  • Neue Ideen generieren
  • Ausprobieren, ob mir das Zeichnen mit dem Brushpen liegt.

Tag 1 – Funktioniert mein Konzept?

Heute habe ich also zum ersten Mal zwei Würfel geworfen: Kettenanhänger und Totenkopfsymbol. Da liegt der Gedanke an einen Piraten mit seinem Schatz natürlich nicht weit. Einfach einen Piraten beim Heben eines Schatzes zu zeichnen war mir dann aber doch etwas zu naheliegend. Ich hab darum mich mit dem Thema beschäftigt, was eigentlich nach einer erfolgreichen Kaperfahrt mit den ganzen Kostbarkeiten aus den vergrabenen Schatztruhen wird:

Klar, die werden natürlich verkauft! Standesgemäß aus dem Bauchladen in der Fußgängerzone. So machen Piraten das, oder?

Ich hatte Spaß und bin zufrieden mit meiner kleinen Zeichnung. Die Würfel haben mir schnell eine nette Idee geliefert, genau so habe ich mir das vorgestellt. Damit ich am Ende noch weiß, welche Symbole zu dem Bild geführt habe, halte ich das Würfelergebnis mit fest. Ich bin gespannt, ob es jeden Tag so unkompliziert klappen wird!

Meine Inktober-Beiträge

Geplant ist, dass ich hier im Blog mindestens Ende Oktober die Zusammenfassung meiner Beiträge zeigen werde. Vielleicht poste ich auch schon vorher einen Zzwischenstand. Außerdem werde ich nach Lust und Laune bei Instagram meine Zeichnungen zeigen.

Nähen & Stricken

Jumpsuit Nr. 2 – Die Beine werden länger!

Erinnert ihr euch noch an den Jumpsuit, den ich Anfang des Jahres genäht habe? Schon im Januar sagte ich, dass ich sicherlich noch einen weiteren nähen werde. Vor meinem inneren Auge sah ich mich in der brennenden Sommerhitze lässig entspannt im Garten herumliegen. Auf dem Bauch ein gutes Buch, in der Hand ein erfrischendes Getränk.

Blöd nur, dass dieser Sommer keine kaltes-Getränk-Hitze-Sommer ist. Worüber ich mich jetzt gar nicht beschweren möchte. Aber einen zweiten, kurzen Jumpsuit, den ich dann nur selten wirklich anziehe? Nönö. Aber deshalb gleich auf so ein RuckZuck anzuziehendes, supergemütliches Kleidungsstück verzichten? Auch doof. Gut also, dass im Schnittmuster auch eine Version mit langen Beinen enthalten ist. Mit Gummibändern unten, damit kein kalter Hauch an die empflindlichen Beine kommt. Genäht aus einem flauschigen Jersey aus einem naheliegenden Stoffgeschäft. Sieht schon fast etwas herbstlich aus, aber dasselbe kann man auch über den Sommer sagen.

Jumsuit „Joy“ mit langen Beinen

Ich mag meinen Jumpsuit, aber ein, zwei Dinge sind noch nicht pefekt. Die Schnittmuster von Pattydoo sind grundsätzlich echt klasse, aber bei der langen Version des Jumpsuits hängt mir der Schritt etwas zu tief. Ist sicherlich Geschmackssache, aber ich würde das beim nächsten Mal anders machen, kann so schwer ja nicht sein… Die zweite Sache ist das Oberteil. Ich vermute es liegt an mir, denn das Problem habe ich auch oft bei Kaufkleidung: Hinten am Halsausschnitt steht es ab. Wobei der Ausschnitt des Jumpsuits eher hängt. Ja, ich kann ihn richtig zupfen, aber ständiges Gezupfe ist ja nicht Sinn der Sache. Leider weiß ich nicht, was ich am Schnitt ändern muss. Kann mir da jemand weiterhelfen? 

Geschlossen wird der Jumpsuit hinten mit einem schön schimmernden Knopf. Passend zum Knopf hab ich für die Steppnähte dann ebenfalls ein rotes Garn gewählt. 

Trotz der kleinen Unperfektheiten trage ich den Jumpsuit echt gern. Er ist sowas von bequem und ich bin trotzdem angezogen genug um mal eben einkaufen zu gehen.

Und da heute Donnerstag ist schubse ich meinen neuen Jumpsuit direkt rüber zu RUMS!

Schnitt: Joy von Pattydoo
Stoff: Baumwolljersey von Stoffe Hemmers
Fotos: Meine Lieblingsmutter

Allgemein

Unser Kater Hermann

Heute möchte ich euch Hermann vorstellen, unseren Kater. Der kleine Bagalut wohnt jetzt schon ein Vierteljahr bei uns, darum ist eine Vorstellung auch wirklich überfällig!

Wie Hermann zu uns kam

Wir sind Ende letzen Jahres in unser Haus mit großem Garten umgezogen – die perfekte Voraussetzung also, dass endlich eine Katze zu uns ziehen kann. Ich bin ein riesiger Katzenfan. Mein Lieblingsmann eigentlich gar nicht so sehr, aber „mir zu Liebe“ würde er sein Heim auch mit einem haarigen Vierbeiner teilen. Ein richtiger Katzenfan war er da nämlich noch nicht – seiner Meinung nach verteilen die Biester überall ihre Haare (was stimmt), beißen in Kabel (trifft für Hermann auch zu) und machen einem den Platz auf dem Sofa streitig (stimmt nicht).

So kam es also, dass wir vor drei Monaten meine Schwester ins Auto luden und gemeinsam ins Tierheim vier Orte weiter fuhren. Natürlich nur, um uns einen ersten Überblick zu verschaffen. Zur Sicherheit hatte ich allerdings schon einen schicken Kratzbaum und ein Katzenklo besorgt, man weiß ja nie… Und tatsächlich waren wir schon eine knappe halbe Stunde später verliebt. Wir, wohlgemerkt, denn mein Mann entwickelte dann im Tierheim eine unvorhergesehene Zuneigung zu einem ganz bestimmten Kater. Zu diesem kleinen Rauabuken, der damals noch Näschen hieß:

Es dauerte dann noch eine halbe Ewigkeit, bis wir das OK vom Tierheim für die Adoption des Katers bekamen. Gemeinsam belauerten wir am nächsten Morgen das Telefon, bis endlich der Anruf kam, dass wir den Kleinen abholen könnten. Da ließen wir uns natürlich nicht lange bitten und ich düste direkt los. Seine ersten Stunden verbrachte unser neuer Mitbewohner dann hinter der Waschmaschine. Um ihn nicht noch mehr zu verängstigen, ließen wir ihn daher auch erstmal ganz in Ruhe. Doch als ich es ein paar Stunden später mit freundlichem Zureden versuchte war schnell klar, dass Hermann unglaublich menschenbezogen ist. War ich mit im Raum: Kater kommt vor und lässt sich streicheln. Ging ich raus: Kater verschwindet hinter der Waschmaschine.

Verrückt oder britisch?

Unglaublich menschenbezogen ist Hermann immer noch. Sobald ich zuhause bin, ist er immer dabei. Alleine auf Toilette gehen? Geht – aber er miaut vor der Tür! Nicht schnell genug füttern? Da beißt er schon mal (vorsichtig) in den Fuß. Habe ich wohl nicht richtig verstanden, dass die Nahrungsaufnahme jetzt wirklich dringend ist. Nachts wird es langweilig, weil alle schlafen? Schnell die Spielangel geschnappt, die Treppe hochgeschleppt und ein bisschen auf dem Bett rumspringen. Irgendwann müssen die doch mal wach werden.

Hermann liebt es, zu spielen. Mit allem. Quietscheentchen, Eisstiele, Pfannenwender, Socken – alles prima Spielzeug! Nur eins findet der Kater gar nicht lustig. Besuch. Wehe es klingelt – dann ist Hermann ruckzuck unterm Bett oder im Schrank verschwunden. Vielleicht wird der Besuch im Laufe des Tages misstrauisch aus der Ferne beäugt. Aber streicheln dürfen ihn nur ganz wenige Auserwählte. Und natürlich auch nur kurz. Man weiß ja nie…

Mit all seinen kleinen Macken ist Hermann wirklich ein Charakterkater. Ein sehr liebenswerter. Aber trotzdem dachten wir einige Zeit, er wäre verrückt. Noch wahrscheinlicher erscheint uns aber, dass er einfach ein bisschen britisch ist. Tatsächlich hat er (aus unserer Sicht) optisch und charakterlich Anflüge eines britisch Kurzhaar-Katers.

Wohnungskatze?

Für mich gehört bei einer Katze der Auslauf draußen dazu. Ich wollte nie eine Rassekatze, die aufgrund irgendwelcher Anfälligkeiten nur im Haus bleiben darf. Für uns war also klar: Hermann bekommt eine Katzenklappe und kann tagsüber raus wie er lustig ist. Nach den ersten 4 Wochen drinnen zur Eingewöhnung, versteht sich.

So der Plan. Doch da hat er uns dann einen Strich durch die Rechnung gemacht. Denn beim ersten, obligatorischen Impftermin beim Tierarzt habe ich ihn gleich mal durchchecken lassen. Wenn man schon mal da ist – hat ja lange genug gedauert, ihn endlich in die Transportbox zu stopfen hineinzubegleiten. Und dann kam der Anruf: Grundsätzlich ist unser Kleiner fit. Aber er trägt leider das Katzenaids Virus (FIV) in sich. Die Krankheit ist bisher nicht ausgebrochen und wird es vielleicht auch nie, die Crux an der Sache ist aber: Wir können nicht ausschließen, dass Hermann draußen andere Katzen ansteckt. Ein Übertragungsrisiko besteht zwar nur durch einen Biss, aber ein Katzenstreit ist nun wirklich keine Seltenheit.

So haben wir jetzt einen großen Garten und einen Wohnungskater. Zum Glück ist unser Haus relativ groß, so dass er trotzdem viel Bewegung bekommt.

Wir haben darüber nachgedacht, eine zweite Katze mit Hermann zu vergesellschaften, aber im Tierheim wurde uns davon abgeraten. Hermann findet andere Katzen doof. Klar – dann verteilen sich Streicheleinheiten über zwei Köpfe. Schade, aber wir geben uns Mühe, Hermann trotzdem ein katzengerechtes und aktives Leben zu ermöglichen. Und zum Glück kann er wenigstens im Wintergarten die Sonne genießen!

Kurze Anmerkung: Hermann hat auf diesem Bild noch sein Winterfell. Er ist natürlich NICHT dick, sondern lediglich sehr flauschig!

Warum Hermann?

Zu guter Letzt jetzt noch die Erklärung, wie Hermann zu seinem Namen kam: Der zweite Nachname meines Mannes lautet Herrmann. Zum Einzug haben wir von einer lieben Freundin ein tolles, handgemaltes Namensschild bekommen, dass bis auf ein fehlendes „r“ perfekt ist. Was also tun? Die Lösung lag da ganz nah – das Türschild umdeuten und aus dem Nachnamen einen Vornamen für das neue Familienmitglied machen! Und der Name Hermann passt wirklich perfekt zu unserem kleinen Kater!